03. Leben mit Gegensätzen

Die Hände einzeln heben, um Milz und Magen zu regulieren

Epheser 3,18

„Damit ihr mit allen Heiligen begreifen könnt, welches die Breite und die Länge und die Höhe und die Tiefe ist.“

Atemgebet

Einatmen: Breite und Länge.
Ausatmen: Höhe und Tiefe.

Himmel und Erde verbinden

Körperlich

Bei dieser Übung hebt sich eine Hand nach oben, während die andere nach unten sinkt. Der Körper richtet sich auf, wird länger und erfährt eine leichte spiralförmige Ausrichtung. Dabei geht es nicht darum, die Arme mit Kraft auseinanderzuziehen. Vielmehr darf Raum entstehen.

Innere Aufmerksamkeit

Spüre zwei Richtungen gleichzeitig: oben leicht und weit, unten ruhig und stabil. Die Bewegung geschieht ohne Druck. Es ist, als würde oben etwas wachsen, während unten etwas loslässt und sinkt.

Spirituelle Bedeutung

Diese Übung erinnert daran, dass das Leben aus Gegensätzen besteht. Himmel und Erde, Höhe und Tiefe, Aktivität und Ruhe gehören zusammen. Die Bewegung hilft, beide Pole gleichzeitig wahrzunehmen, ohne einen davon festhalten zu müssen.

Innere Haltung:
„Ich bin zwischen den Polen im Gleichgewicht.“

Typische Fehler

Besser ist es, die Mitte ruhig zu lassen. Die Arme bewegen sich aus einer inneren Gelassenheit heraus.

Das innere Gefühl

Wenn die Bewegung harmonisch wird, fühlt sich der Körper länger an. Der Atem fließt freier und innerlich entsteht mehr Klarheit. Gegensätze müssen nicht bekämpft werden, sondern dürfen nebeneinander bestehen.

Mini-Praxis

Übe heute mit dieser Aufmerksamkeit: Du trennst nicht Himmel und Erde, sondern lässt Balance zwischen beiden entstehen.

Feldenkrais-Impuls

Frage dich während der Bewegung: Bleibt deine Mitte ruhig?

Beobachte anschließend, wie sich die Bewegung verändert, wenn die Kraft nicht aus den Armen, sondern aus einer ruhigen Mitte heraus entsteht.