06. Zur Erde zurückkehren

Die Füße berühren und Kraft aus der Erde aufnehmen

Matthäus 11,29

„Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.“

Atemgebet

Einatmen: Bei dir, o Herr.
Ausatmen: Finde ich Ruhe für meine Seele.

Die Füße berühren und Kraft aus der Erde aufnehmen

Körperlich

Der Oberkörper neigt sich leicht nach vorne, während die Arme in Richtung der Füße sinken. Der Rücken bleibt lang und entspannt.

Da diese Bewegung an die persönliche Beweglichkeit angepasst werden soll, genügt bereits eine kleine Vorneigung. Es geht nicht darum, möglichst tief zu kommen. Wichtig ist eine angenehme Bewegung, die dem Körper guttut und ohne Anstrengung ausgeführt werden kann.

Die Länge im Rücken bleibt erhalten, und jede erzwungene Dehnung wird vermieden.

Innere Aufmerksamkeit

Spüre, wie das Gewicht langsam nach unten sinkt. Der Atem wird ruhiger, und die Aufmerksamkeit wandert in den Bauch und in die Beine.

Die Bewegung kann sich anfühlen wie ein Nach-Hause-Kommen: ruhig, vertraut und sicher.

Spirituelle Bedeutung

Diese Übung führt zurück zur eigenen Mitte. Sie erinnert an Demut, Erdung und das Loslassen von innerem Druck.

Statt ständig nach oben zu streben, darfst du wieder Kontakt zum Boden unter deinen Füßen finden.

Innere Haltung:
„Ich komme wieder in den Körper zurück.“

Typische Fehler

Besser ist es, klein zu bleiben und weich nach unten zu sinken. Die Bewegung darf mühelos und natürlich sein.

Das innere Gefühl

Wenn die Übung harmonisch wird, entsteht oft ein Gefühl von Ruhe und Stabilität. Die Gedanken werden langsamer, und der Körper fühlt sich geerdeter an.

Mini-Praxis

Beim nächsten Üben stelle dir vor, dass alles Schwere langsam nach unten abfließt. Du musst nichts festhalten. Die Erde trägt dich.

Feldenkrais-Impuls

Neige dich nur leicht nach vorne und spüre aufmerksam:

Oft entdeckt man dabei, dass bereits eine sehr kleine Bewegung große Veränderungen im Körpergefühl bewirken kann.