Auf den Zehen schwingen und zur Ruhe finden
„Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.“
Einatmen: Meine Seele ist stille zu Gott.
Ausatmen: Der mir hilft.
Du hebst dich leicht auf die Zehen und sinkst anschließend wieder sanft nach unten. Die Bewegung bleibt klein und entspannt. Es geht nicht um Höhe oder Kraft, sondern um Leichtigkeit und bewusste Wahrnehmung.
Besonders bei Hüft-, Knie- oder Gelenkbeschwerden genügt bereits eine sehr kleine Bewegung. Manchmal reicht sogar das innere Gefühl des Leichterwerdens aus.
Wichtig ist: weich bleiben und nicht aufspringen.
Spüre beim Anheben ein Gefühl von Leichtigkeit. Beim Sinken entsteht Erdung und Stabilität. Beide Bewegungen bilden einen ruhigen und natürlichen Rhythmus.
Die Aufmerksamkeit bleibt freundlich und entspannt.
Diese letzte Übung verbindet Himmel und Erde. Die Leichtigkeit des Aufsteigens erinnert an Offenheit und Weite. Das sanfte Sinken erinnert an Verwurzelung und Vertrauen.
Viele Lehrer sehen in dieser Übung den Übergang von der Bewegung zur Meditation.
Innere Haltung:
„Ich bin wach und gleichzeitig ruhig.“
Besser ist es, langsam und fast unsichtbar zu üben. Weniger ist hier oft mehr.
Wenn die Übung harmonisch wird, fühlt sich der Körper gesammelt an. Der Geist wird stiller und die Bewegung löst sich allmählich in Ruhe auf.
Es entsteht ein Moment von Gegenwärtigkeit und Frieden.
Spüre beim sanften Sinken einen kurzen Augenblick völliger Ruhe. Nimm wahr, wie Stille entsteht, ohne dass du etwas tun musst.
Hebe dich nur minimal auf die Zehen. Beobachte aufmerksam:
Versuche nicht, die Bewegung zu kontrollieren. Folge ihr einfach. Oft entsteht dadurch mehr Leichtigkeit, Balance und innere Ruhe.