01. Ausrichten auf Gott
Den Himmel mit beiden Händen stützen
Psalm 121,1
„Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?“
Atemgebet
Einatmen: Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.
Ausatmen: Woher kommt mir Hilfe?
Körperlich
Diese erste Bewegung richtet den ganzen Körper auf. Die Arme steigen langsam nach oben, die Wirbelsäule wird länger, der Brustraum öffnet sich und der Atem bekommt mehr Platz. Dabei geht es nicht darum, sich mit Kraft nach oben zu strecken. Vielmehr darf der Körper wachsen wie eine Pflanze, die sich dem Licht entgegenstreckt.
Innere Aufmerksamkeit
Spüre beim Heben der Arme, als ob dich etwas sanft nach oben einlädt. Die Schultern bleiben weich und entspannt. Die Bewegung entsteht ruhig und natürlich. Du musst nichts erzwingen.
Spirituelle Bedeutung
Himmel und Erde begegnen sich in deinem Körper. Der Himmel steht für Weite, Offenheit und Gottes Gegenwart. Die Erde steht für Stabilität und Verwurzelung. Du selbst wirst zur Mitte zwischen beiden.
Innere Haltung:
„Ich richte mich zwischen Himmel und Erde aus.“
Häufige Fehler
- Die Schultern hochziehen.
- Mit Muskelkraft nach oben drücken.
- Zu viel Spannung aufbauen.
Besser ist es, die Arme leicht werden zu lassen und die Wirbelsäule ruhig in die Länge wachsen zu lassen.
Das innere Gefühl
Wenn die Bewegung gelingt, entsteht oben Weite und unten Ruhe. Wie ein Baum mit starken Wurzeln in der Erde und einer Krone, die sich dem Himmel öffnet.
Mini-Praxis
Übe heute nur eines: Wenn die Arme nach oben steigen, lass innerlich deinen Geist weiter werden.
Feldenkrais-Impuls
Hebe die Arme zunächst nur halb so hoch. Spüre dabei:
- Wird dein Rücken länger?
- Oder ziehst du dich aktiv nach oben?
Wiederhole die Bewegung einmal sehr klein und einmal normal. Vergleiche anschließend beide Erfahrungen.