05. Ich lasse los

Den Kopf wiegen und innere Spannung lösen

Matthäus 11,28

„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“

Atemgebet

Einatmen: Ich schaue zurück.
Ausatmen: Ich lasse los.

Den Kopf wiegen und loslassen

Körperlich

Der Stand wird etwas tiefer. Der Oberkörper bewegt sich leicht zur Seite, und der Kopf folgt weich dieser Bewegung. So entsteht eine sanfte Schlangen- oder Wellenbewegung. Wichtig ist: Die Bewegung muss nicht groß sein. Sie darf klein, weich und angenehm bleiben.

Innere Aufmerksamkeit

Spüre, dass die Bewegung aus der Mitte kommt. Die Schultern bleiben locker. Der Kopf wird getragen und nicht mit Kraft geführt. Die ganze Bewegung darf sich anfühlen wie ein sanftes Ausschütteln.

Spirituelle Bedeutung

Traditionell wird diese Übung mit dem Beruhigen des Herzens und dem Lösen emotionaler Hitze verbunden. Symbolisch bedeutet sie: Ich schüttle ab, was ich nicht mehr festhalten muss. Belastendes darf sich lösen.

Innere Haltung:
„Ich lasse los.“

Typische Fehler

Besser ist es, weich zu schwingen. Die Bewegung darf spielerisch, ruhig und lebendig bleiben.

Das innere Gefühl

Wenn die Übung stimmt, kann sich Spannung lösen. Der Atem wird freier, der Körper weicher, und manchmal entsteht sogar ein leichtes Lächeln.

Mini-Praxis

Beim nächsten Üben stell dir vor, dass alles Überflüssige sanft von dir abfällt. Du musst nichts wegdrücken. Du darfst einfach loslassen.

Feldenkrais-Impuls

Mache die Bewegung nur etwa dreißig Prozent so groß, wie du sie normalerweise machen würdest.

Oft zeigt sich: Weniger Bewegung bringt mehr Wahrnehmung. So wird die Übung sanfter und klarer.